02. April 2001 - Thüringer Allgemeine / "Passionsspiel mit neuen Impulsen"

Premiere in Küllstedt war ein großer Erfolg

Küllstedt (sma). Die Passionsspiele, die am Samstagabend in der Küllstedter Kirche "St. Georg und Juliana" Premiere hatten, waren ein grandioses Ereignis. Die 750 Gäste, die nicht nur aus dem Eichsfeld, sondern auch aus Hannover, Dortmund, Jena oder Frankfurt/M. angereist waren, belohnten die über 170 Darsteller und Sänger mit regelrechten Beifallsstürmen.

 

Weiterlesen: Auch Äußerungen wie:" Da braucht man ja nicht mehr nach Oberammergau zu fahren", gab es. Stolz auf die Akteure im Alter zwischen sieben und 70 Jahren und dankbar für die Aufführung zeigte sich auch Pfarrer Richard Hentrich. Zweieinhalb Stunden dauert das Passionsspiel, das zwar an das Oberammergau angelehnt ist, aber viele neue Impulse hat. So wird in Küllstedt die direkte Auseinandersetzung mit dem Publikum gesucht, beispielsweise in der Meditation von Maria Magdalena (dargestellt von Anita Dietrich), die sich mit dem Thema "Loslassen" befasste. Träger des Spiels ist der Küllstedter Carneval Verein, ein kirchlich orientierter Verein. Die Regie liegt in den Händen von Wolfgang Montag, Roland Schmerbauch und Justina Mathias, die wie die Spieler und Sänger des Kirchenchores ihr Bestes gaben. Beeindruckt war das Publikum von allen Mitwirkenden, insbesondern von Jürgen Hagedorn der Jesus darstellte, von Wolfgang Ladermann in der Rolle des Petrus sowie von Roland Schmerbauch als Pilatus.

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