13. August 2011 - Thüringer Landeszeitung / "Ein langer Weg beginnt"

Passionsspiele 2013 in Küllstedt: Vorbereitungen sind schon voll im Gang.

Von Fabian Klaus / Küllstedt. Die Vorbereitungen laufen. In Küllstedt werden 2013 zum vierten Mal Passionsspiele aufgeführt – und der lange Weg dorthin beginnt bereits. Heute geht die neue Internetseite der Küllstedter Passionsspiele auf den Draht und im März reist eine Gruppe Eichsfelder, die überwiegend aus Küllstedtern besteht, nach Israel. Dort werden sie den Weg Jesu nachgehen, um sich auch mental auf die Passionsspiele 2013 vorzubereiten.

 

Weiterlesen: Der neue Internetauftritt der Passionsspiele bietet vor allem Historisches. Zahlreiche Bilder und Texte der vergangenen Aufführungen sind zu finden. Auch ein Hinweis auf die anstehende Israelreise im März 2012, die als Startschuss für die intensiven Vorbereitungen gilt. Dass die allerdings längst laufen, daraus machen Wolfgang Montag, Justina Mathias und Roland Schmerbauch keinen Hehl, weil sie schon mitten in der Erarbeitung eines Konzeptes stecken. Auch die ersten Interessierten haben sich schon gemeldet, wollen Aufgaben bei den Aufführungen 2013 übernehmen oder gar selbst auf der Bühne stehen. In Pfarrer Jakobi hat das Passionsspielkomitee bereits einen tatkräftigen Unterstützer gefunden, der angekündigt hat, den Weg mitzugehen und zu helfen. „Darüber sind wir sehr froh“, sagt Wolfgang Montag. Zunächst richtet das Passionsspielkomitee den Fokus allerdings auf die Internetseite – der Kallmeröder Torsten Staedtler hat sie federführend entwickelt– und die Vorbereitung der einwöchigen Israelreise, die vom Bayrischen Pilgerbüro organisiert wird. Etwa 120 Anmeldungen sind dafür bereits eingegangen – eine Teilnahmebeschränkung gibt es nicht. Dafür aber einen Meldeschluss – der 15. September. „Wir wollen den Ort erleben, an dem die Geschichte vor 2000 Jahren gespielt hat“, sagt Wolfgang Montag. Deshalb steht diese Reise auch unter dem Leitwort: „Passion Israel – Auf den Spuren Jesu“.

 

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Feinschliff für den Internetauftritt: Justina Mathias und Roland Schmerbauch überprüfen nocheinmal den Auftritt, der heute mit zahlreichen informationen ins Internet gestellt wird. Foto: Fabian Klaus

 

Neue Inszenierung


Denn den IV. Küllstedter Passionsspiele eilt, nach den erfolgreichen Auftritten 2007, ein besonderer Ruf voraus. Sehr viel will das Trio zwar noch nicht verraten, aber einige Fakten stehen schon fest. So wird sich der Termin wieder in der Fastenzeit bewegen und soll es eine neue Inszenierung geben – daran wird bis 2013 kräftig gefeilt. Auch verändert die Spielerschaft ihr Gesicht, werden sicher neue Akteure hinzukommen. Zur Inszenierung verrät Wolfgang Montag nur soviel: „Sie muss einen Zeitbezug haben und den wollen wir herstellen“, sagt Montag. Denn man sei sich der Tatsache bewusst, dass sich Zuschauer mit der Passion Jesu dann identifizieren, wenn sie auch etwas für ihren Alltag daraus ziehen können. Das wollen die Küllstedter wieder erreichen, die längst in den Vorbereitungen stecken. Auch wenn der offizielle Startschuss dafür erst nach dem Ende der Israelreise fällt.

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