21. April 2012 - Türinger Landeszeitung " Passion auf Europäisch"

Küllstedter bei Kongress in Belgien

Von Fabian Klaus / Küllstedt: Der Weg zu den Passionsspielen der Küllstedter  im kommenden Jahr ist lang. 2013 soll es die Neuinszenierung geben in der Kirche St. Georg und Juliana in Küllstedt  – die insgesamt vierten Passionsspiele, die jetzt intensiv vorbereitet werden. Wolfgang Montag und Roland Schmerbauch haben als zwei Köpfe der Passionsgemeinschaft einen Kongress der Europassion besucht, der in Belgien stattgefunden hat.

 

Weiterlesen: ... Mehr als 200 Teilnehmer hat die Pfarrgemeinde St. Vith als Gastgeberin gezählt – mittendrin die beiden Eichsfelder. „Wir sind derzeit noch kein Mitglied der Europassion“ erläutern die beiden im Nachgang in einem TLZ-Gespräch. Überlegungen, der großen Passionsspielgemeinschaft mit über 90 Mitgliedern beizutreten, gibt es allerdings. Wann es soweit sein könnte, ob eventuell schon in diesem Jahr, das vermochten beide zeitlich allerdings noch nicht festzulegen.

 

Besuch von Josef Lang

Festzuhalten bleibt, dass den Küllstedtern bereits große Weihen durch die Verantwortlichen der Europassion zu Teil geworden sind. Nicht nur, dass es die Einladung nach Belgien in diesem Jahr gegeben hat – die Passionsspiele in dem Südeichsfeldort  sind bestens bekannt. Denn seitdem die Beziehungen zur Europassion – es ist eine Vereinigung von 90 Passionsspielgemeinschaften verschiedener europäischer Länder -  im Jahr 2001 aufgebaut worden sind, hat beispielsweise der Generalsekretär der Europassion, Josef Lang, die Spiele in Küllstedt bei der vorerst letzten Aufführung im Jahr 2007 bereits zum zweiten Mal besucht, nachdem er bereits 2001 dabei gewesen ist. Der Kongress der Europassion wird in jedem Jahr an einem anderen Ort ausgetragen. 2013 haben die Küllstedter wieder eine Einladung erhalten – diesmal nach Erl in Tirol. Dort findet der Kongress im Rahmen des 400-jährigen Ortsjubiläums statt.

 

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Unter der großen Teilnehmerschar bei der Europassion weilten auch zwei Gäste aus dem Eichsfeld.

 

Für die beiden Küllstedter hatte der Besuch in Belgien in diesem Jahr neben zahlreichen fachlichen Berichten und Erfahrungsaustauschen zu den Passionsspielen noch eine viel weiterführende Bedeutung. „Mit dem Hinweis auf den Ort des Pabstbesuches fiel es unseren Gesprächspartnern nicht schwer zu lokalisieren, aus welcher Region wir nach Belgien gereist sind“, berichtet Schmerbauch, dass die Eichsfelder den gesamten Freistaat international präsentiert haben.

 

Intensive Vorbereitung

Generalsekretär Josef Lang – den Küllstedtern wie erwähnt eng verbunden – betonte beim Kongress: „Alte Freundschaften werden gepflegt und neue aufgebeut. So bauen wir mit an einem christlichen Europa.“ Zu den neuen Freunden könnten also bald auch die Küllstedter  gehören – dann offiziell. Man habe, so Wolfgang Montag, „2007 den Wunsch an uns heran getragen, Mitglied der Europassion zu werden.“ Aus diesem Grund waren die Küllstedter auch nach St. Vith eingeladen und befinden sich nun in ernsthaften Überlegungen einer Mitgliedschaft.

Bis dahin vergeht allerdings noch einige Zeit, weil darüber hinaus die Organisation der Passionsspiele im kommenden Jahr ansteht. Nach einer  einwöchigen Israelreise in diesem Jahr (wir berichteten) stellt der Besuch des Kongresses in Belgien damit den zweiten großen Vorbereitungsschritt dar.
Im Hintergrund laufen dazu die Vorbereitungen vor Ort weiter: Kostüme organisieren, die Besetzung festlegen: Bühnenbauer beginnen ihre Arbeit, Termine werden besprochen. Der Weg zur Passion ist eben noch ein langer – doch ein Jahr, das vergeht sehr schnell.

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